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Diese Konzeptarbeit des Hamburger Fotokünstlers entstand im
Oktober 1997, im März und November 1998 in Santiago de Chile.
+++ Einer Recherche gleich begab sich Reiß an Tatorte des vom Pinochet-Regime
geführten Terrors gegen Priester, Gewerkschaftler, Intellektuelle
und andere Oppositionelle und ging so zwanzig "Fällen" grausamen
Verbrechens konkret nach. +++ Seine grossformatigen Farbfotografien
zeigen auf den ersten Blick unspektakuläre Orte in ihrer alltäglichen
Banalität. +++ Auf Texttafeln - Teil der Konzeptarbeit - stehen
in knappen Worten die Biografien der Opfer und die Umstände der
Gewalttaten, wodurch das Wissen um die hier zu Tode gekommenen Menschen
und die Anteilnahme an deren Schicksal seinen Ausdruck findet. +++
Thematisiert werden Herrschaft und Gewalt, Trauern und Erinnern.
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